Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...
  Beurteilung der Lawinengefahr: Es besteht im Werdenfelser Land und in den Bayerischen Voralpen erhebliche, ansonsten mäßige Lawinengefahr.
Mit der tageszeitlichen Erwärmung und insbesondere bei Sonneneinstrahlung sind in allen Höhenlagen Selbstauslösungen oberflächlicher Lockerschnee- und Schneebrettlawinen möglich. Unterhalb 2000m kann vereinzelt die Altschneedecke bis zum Boden mit abgleiten, wodurch die Lawinen auch größere Ausmaße erreichen können.
Daneben sind oberhalb der Waldgrenze im kammnahen Steilgelände, vorwiegend der Hangrichtungen Südwest über Nord bis Nordost, sowie in steilen Rinnen und Mulden Triebschneeansammlungen anzutreffen, die bereits bei geringer Zusatzbelastung zur Auslösung von Schneebrettlawinen führen können.
Schneedecke: In den Bayerischen Alpen fielen seit gestern, vor allem zwischen Loisachtal und Inntal bis zu 30cm Neuschnee. Richtung Allgäu und Berchtesgadener Alpen war der Schneezuwachs geringer.
Der Neuschnee hat zum wenigen Neuschnee vom Vortag wenig Bindung. Die darunter liegende Altschneedecke ist kompakt, in Lagen bis ca. 2000m aber teils stark durchfeuchtet. Obwohl die Schneedecke hier trotz Durchfeuchtung in sich stabil ist und keine nennenswerten Schwachschichten aufweist, werden immer noch Selbstauslösungen von Gleitschneelawinen gemeldet.
Hinweise und Tendenz: Heute wird es nach Wolkenauflösung teilweise sonnig. Die Temperaturen in 2000m liegen um -2 Grad. Nach Durchzug eines Zwischenhochs bestimmt Aprilwetter mit einem Wechsel zwischen Schnee, Regen und Sonne die nächsten Tage. Die vorübergehend angestiegene Lawinengefahr wird nach Setzung des Neuschnees schnell wieder zurückgehen.
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