Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...
  Beurteilung der Lawinengefahr: Es besteht oberhalb der Waldzone mäßige Lawinengefahr. In den tiefen und mittleren Lagen unterhalb der Waldgrenze ist die Lawinengefahr gering.
Einzelne Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, befinden sich vor allem im kammnahen Steilgelände der Hangrichtungen West über Nord bis Nordost sowie in eingewehten, vorwiegend schattseitigen Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist insbesondere bei großer Zusatzbelastung, z.B. durch eine Gruppe Skifahrer ohne Abstände, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.
Mit einer Selbstauslösung größerer Lawinen ist derzeit nicht zu rechnen. Im felsdurchsetzten Steilgelände kann es vereinzelt oberflächliche Rutsche geben.
Schneedecke: Die Schneedecke ist meist gut verfestigt. Die Eigenschaften der Schneeoberfläche wechseln kleinräumig: Teils ist die oberste Schicht pulvrig, teils windgepresst. Wo die Sonne gewirkt hat, ist ein Harschdeckel entstanden, der vielfach brüchig ist. In Windschattenbereichen sind kleinräumig noch Einwehungen anzutreffen, deren Bindung zur Unterlage schlecht ist. Da der Wind aus östlicher Richtung kam, liegen die störanfälligen Einwehungen hauptsächlich in kammnahen, westseitigen Hängen. Daneben bleiben eingewehte Rinnen und Mulden, vor allem schattseitig, potenzielle Gefahrenstellen.
Hinweise und Tendenz: In den Bergen ist es heute meist bewölkt, zeitweise kann es leicht schneien. Die Temperaturen in 2000m liegen um -7 Grad. Der Schneezuwachs wird vorerst gering bleiben. In den Folgetagen ist dann mit weiterem Schnee zu rechnen, so dass die Lawinengefahr zur Wochenmitte hin wieder ansteigen wird. |