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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Montag, 08.02.2010, 07:30 Uhr
Die Schneedecke ist auf Grund des schlechten Schneedeckenaufbaus vielerorts störanfällig. Besonders kritisch sind die Übergänge von wenig zu viel Schnee, da dort die Schwachschichten in der Schneedecke besondes leicht gestört werden können.
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Alpen
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Alpen
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Alpen
Bayerische
Voralpen
Chiemgauer
Alpen
Berchtesgadener
Alpen
 
oberhalb der Waldgrenze
störanfälliger Triebschnee
tiefe und mittlere Lagen
schlechter Schneedeckenaufbau
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb der Waldzone eine erhebliche, in tieferen Lagen mäßige Lawinengefahr.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, sind derzeit weit verbreitet. In kammnahen Steilhängen der Hangrichtungen Nord über Ost bis Süd sowie in eingewehten Rinnen und Mulden aller Hangrichtungen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich. Zu beachten sind in diesen Bereichen vor allem die Übergänge von wenig zu viel Schnee. Im übrigen Steilgelände kann es auf Grund des schlechten Schneedeckenaufbaus bei großer Zusatzbelastung zur Auslösung von Schneebrettlawinen kommen.

Die Gefahr der Selbstauslösung von Lawinen ist mit der Abkühlung allgemein zurückgegangen. Im sonnenbeschienenen, felsdurchsetzten Steilgelände kann es vereinzelt zur Selbstauslösung oberflächlicher Lockerschnee- und Schneebrettlawinen kommen. Auf Grund des Schneedeckenaufbaus ist allgemein nicht auszuschließen, dass oberflächliche Lawinen auf tiefere Schichten durchschlagen und so zur Bildung großer Lawinen führen.

Schneedecke:
Der Schneedeckenaufbau ist allgemein schlecht. Die Schneedecke ist stark vom Wind geprägt und variiert kleinräumig. Rücken und Grate sind schneearm, Rinnen und Mulden mit Triebschnee beladen. Der gestern gefallene Neuschnee überdeckt in höheren Lagen die Triebschneeansammlungen, die dadurch schwer zu erkennen sind. Die Schneedecke weist im Inneren mehrere Schwachschichten auf. Gebietsweise ist eine dünne Eislamelle eingelagert, die auf dem darunter liegenden, aufbauend umgewandelten Schnee besonders leicht abgleitet. Zudem findet man örtlich eingelagerte Zwischenschichten aus Oberflächenreif und kantigen, bindungsarmen Schneekristallen. An der Basis der Schneedecke ist vielerorts massiv Schwimmschnee anzutreffen.

Hinweise und Tendenz:
Bis Wochenmitte bleibt es kalt ohne wesentliche Niederschläge. Die Lawinensituation bleibt trotz Abkühlung auf Grund des schlechten Schneedeckenaufbaus angespannt. Skitouren erfordern weiterhin Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

  Europäische Gefahrenstufen:

   gering mäßig erheblich groß sehr groß


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

02.02.10 - 08.02.10
02.02.2010 Stufe 3 03.02.2010 Stufe 3 04.02.2010 Stufe 3 05.02.2010 Stufe 3 06.02.2010 Stufe 3 07.02.2010 Stufe 3 08.02.2010 Stufe 3
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