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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Sonntag, 07.02.2010, 07:30 Uhr
Oberhalb der Waldgrenze ist die Schneedecke in eingewehten Steilhängen vor allem am Übergang von wenig zu viel Schnee weiter störanfällig. Die Gefahrenstellen sind jetzt von Neuschnee überdeckt und schwer zu erkennen.
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oberhalb der Waldgrenze
störanfälliger Triebschnee
unterhalb 1600m
vereinzelte Selbstauslösungen
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb der Waldgrenze eine erhebliche Lawinengefahr, in tieferen Lagen ist die Lawinengefahr verbreitet als mäßig einzustufen.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen in eingewehten Hangzonen und kammnahen Steilhängen der Hangrichtungen Nord über Ost bis Süd sowie in triebschneebeladenen Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.

Die Gefahr der Selbstauslösung von Lawinen ist mit der Abkühlung allgemein zurückgegangen. Vor allem in tieferen Lagen kann der Schnee noch auf glatten Wiesenhängen und in lückigen Wäldern am Boden abgleiten. Aus triebschneebeladenen Einzugsgebieten mittlerer Lagen ist noch vereinzelt die Selbstauslösung von Lawinen möglich, die bei Durchschlagen auf die bodennahe Schwimmschneeschicht auch größere Ausmaße erreichen können.

Schneedecke:
Seit gestern fielen im bayerischen Alpenraum ohne nennenswerten Windeinfluss bis zu 20cm Neuschnee, in der Nacht sank die Schneefallgrenze bis in die Täler ab. Der Neuschnee überdeckt in höheren Lagen ältere, noch störanfällige Triebschneeansammlungen, die jetzt schwer zu erkennen sind. Die Schneedecke ist stark vom Wind geprägt und variiert kleinräumig. Rücken und Grate sind abgeblasen, Rinnen und Mulden sind eingefrachtet. Die Bindung des Neuschnees zur Unterlage ist gebietsweise durch eine feine Eishaut erschwert. Eingelagerte Zwischenschichten aus Oberflächenreif und aufgebautem, kaltem Schnee gestalten die Schneedecke in eingewehten Bereichen weiter störanfällig. Vor allem Übergänge von wenig zu viel Schnee sind zu beachten, dort kann die stark aufgebaute Schicht an der Schneedeckenbasis gestört werden.

Hinweise und Tendenz:
Heute schneit es bis zum Nachmittag leicht weiter, dann lockert es auf. Die Temperaturen liegen tagsüber in 2000m bei -7 Grad. Bei aufkommendem Nordostwind kann der Schnee wieder verfrachtet werden. Die Lawinensituation bleibt angespannt. Skitouren erfordern zur Zeit Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

  Europäische Gefahrenstufen:

   gering mäßig erheblich groß sehr groß


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

01.02.10 - 07.02.10
01.02.2010 Stufe 3 02.02.2010 Stufe 3 03.02.2010 Stufe 3 04.02.2010 Stufe 3 05.02.2010 Stufe 3 06.02.2010 Stufe 3 07.02.2010 Stufe 3
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