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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Samstag, 06.02.2010, 07:30 Uhr
Im Westen der bayerischen Alpen sind in höheren Lagen in der Nacht bei starkem Wind aus Nordwest neue, meist mittlere Triebschneeansammlungen entstanden, tagsüber verfrachtete der Föhn vor allem im Osten. Sie überdecken ältere, weiter störanfällige Verfrachtungen.
Allgäuer
Alpen
Ammergauer
Alpen
Werdenfelser
Alpen
Bayerische
Voralpen
Chiemgauer
Alpen
Berchtesgadener
Alpen
 
oberhalb der Waldgrenze
störanfälliger Triebschnee
unterhalb 1600m
vereinzelte Selbstauslösungen
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb der Waldgrenze eine erhebliche Lawinengefahr, in tieferen Lagen ist die Lawinengefahr verbreitet als mäßig einzustufen.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen in eingewehten Hangzonen und kammnahen Steilhängen der Hangrichtungen Nord über Ost bis Süd sowie in frisch eingewehten Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einen einzelnen Skifahrer, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.

Aus triebschneebeladenen Einzugsgebieten mittlerer Lagen ist noch vereinzelt die Selbstauslösung von Schneebrettlawinen möglich, die bei Durchschlagen auf die bodennahe Schwimmschneeschicht auch größere Ausmaße erreichen können. Auf steilen Grashängen und in lückigen Bergwäldern kann der Schnee auch am Boden abrutschen. In mittleren Lagen sind zunehmend Gleitschneerisse in der Schneedecke zu beobachten.

Schneedecke:
Der bayerische Alpenraum erhielt seit gestern im Oberallgäu bis zu 30cm Neuschnee, östlich davon etwa 10cm, in tieferen Lagen regnete es. In höheren Lagen des Allgäus sind bei starkem Nordwestwind neue Triebschneeansammlungen entstanden. Im übrigen bayerischen Alpenraum war die Verfrachtungsintensität geringer, dort überdeckt der Neuschnee älteren, noch störanfälligen Triebschnee. In höheren Lagen ist die Schneedecke stark vom Wind geprägt. Rücken und Grate sind abgeblasen, Rinnen und Mulden sind eingefrachtet. Eingelagerte Zwischenschichten aus Oberflächenreif und aufgebautem, kaltem Schnee gestalten die Schneedecke in eingewehten Bereichen weiter störanfällig. Vor allem Übergängen von wenig zu viel Schnee sind zu beachten, dort kann die stark aufgebaute Schicht an der Schneedeckenbasis gestört werden. Bis in mittlere Lagen ist der Schnee oberflächlich durchfeuchtet, die Bindung zum Neuschnee ist hier meist gut.

Hinweise und Tendenz:
Heute hält der leichte Schneefall an. Die Temperaturen liegen tagsüber in 2000m bei -5 Grad. Die Lawinensituation bleibt angespannt. Skitouren erfordern zur Zeit Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

  Europäische Gefahrenstufen:

   gering mäßig erheblich groß sehr groß


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

31.01.10 - 06.02.10
31.01.2010 Stufe 3 01.02.2010 Stufe 3 02.02.2010 Stufe 3 03.02.2010 Stufe 3 04.02.2010 Stufe 3 05.02.2010 Stufe 3 06.02.2010 Stufe 3
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