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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Freitag, 05.02.2010, 07:30 Uhr
Im Westen der bayerischen Alpen sind in höheren Lagen bei kräftigem Föhn neue, meist kleinere Triebschneeansammlungen entstanden. Sie überdecken ältere, weiter störanfällige Verfrachtungen.
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Berchtesgadener
Alpen
 
oberhalb 1600m
störanfälliger Triebschnee
unterhalb 1600m
Lawinenabgänge mittlerer Größe
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht im bayerischen Alpenraum oberhalb 1600m eine erhebliche Lawinengefahr, in tieferen Lagen ist die Lawinengefahr verbreitet als mäßig einzustufen, im Oberallgäu als erheblich.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen in eingewehten Hangzonen und kammnahen Steilhängen der Hangrichtungen Nord über Ost bis Süd sowie in triebschneebeladenen Rinnen und Mulden. In diesen Bereichen ist bereits bei geringer Zusatzbelastung, z. B. durch einzelne Skifahrer oder Snowboarder, eine Auslösung von Schneebrettlawinen möglich.

Die Gefahr der Selbstauslösung von Lawinen ist zurückgegangen. Aus triebschneebeladenen Einzugsgebieten mittlerer Lagen ist vereinzelt die Selbstauslösung von Schneebrettlawinen möglich, die bei Durchschlagen auf die bodennahe Schwimmschneeschicht auch größere Ausmaße erreichen können. Auf steilen Grashängen und in lückigen Bergwäldern kann der Schnee auch am Boden abrutschen.

Schneedecke:
Durch den Föhneinfluß hat sich die Schneedecke in den mittleren Lagen zunehmend gesetzt und verfestigt. In tiefen Lagen und teilweise auch sonnseitig ist Bruchharsch entstanden. Ansonsten ist der Schnee oft windgepresst und gebunden, aber noch locker. In höheren Lagen ist die Schneedecke stark vom Wind geprägt. Rücken und Grate sind abgeblasen, Rinnen und Mulden sind eingefrachtet. Eingelagerte Zwischenschichten im Neuschneepaket der letzten Woche aus Oberflächenreif und aufgebautem, kaltem Schnee, aber auch eine bindungsarme Eislamelle, die noch im Westen der bayerischen Alpen oft vorzufinden ist, gestalten die Schneedecke in eingewehten Bereichen weiter störanfällig. Vor allem an Übergängen von wenig zu viel Schnee können die Schwachschichten durch einzelne Skifahrer gestört werden. Im Westen sind in höheren Lagen bei kräftigem Föhnwind aus Südwest neue, meist kleinere Verfrachtungen entstanden.

Hinweise und Tendenz:
Heute ist es bewölkt, gegen Abend wird Niederschlag erwartet, der am Samstag andauert. Die Temperaturen liegen heute in 2000m bei Null Grad. Die Lawinensituation bleibt angespannt. Skitouren erfordern zur Zeit Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

  Europäische Gefahrenstufen:

   gering mäßig erheblich groß sehr groß


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

30.01.10 - 05.02.10
30.01.2010 Stufe 3 31.01.2010 Stufe 3 01.02.2010 Stufe 3 02.02.2010 Stufe 3 03.02.2010 Stufe 3 04.02.2010 Stufe 3 05.02.2010 Stufe 3
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