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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Sonntag, 12.02.2012, 07:30 Uhr
Seit gestern sind in höheren Lagen bei z.T. kräftigem Wind aus Ost bis Südost neue, meist kleinere, aber störanfällige Triebschneeansammlungen entstanden. An diesen Gefahrenstellen sind bereits bei der geringen Zusatzbelastung eines Skifahrers kleinere Schneebrettlawinen auszulösen! In tiefen und mittleren Lagen der Allgäuer Alpen sind vereinzelt noch Selbstauslösungen von Lawinen, die auf dem Boden abgleiten, möglich.
Allgäuer
Alpen
Ammergauer
Alpen
Werdenfelser
Alpen
Bayerische
Voralpen
Chiemgauer
Alpen
Berchtesgadener
Alpen
 
oberhalb 1800m
neue, störbare Einwehungen
tiefe und mittlere Lagen
Gleitschneelawinen möglich
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
In höheren Lagen der Bayerischen Alpen besteht eine erhebliche Lawinengefahr, in den Bayerischen Voralpen und Chiemgauer Alpen ist die Lawinengefahr oberhalb 1800m als mäßig einzustufen. Unterhalb 1800m besteht in den Allgäuer Alpen eine mäßige Lawinengefahr, im übrigen bayerischen Alpenraum ist sie gering.

Gefahrenstellen, an denen Lawinen ausgelöst werden können, liegen meist oberhalb 1800m im frisch eingewehten, kammnahen, vorwiegend nordost- über west- bis südgerichteten Steilgelände sowie in steilen Rinnen und Mulden. Die Einwehungen sind meist nur kleinflächig anzutreffen, aber leicht bei geringer Zustzbelastung auszulösen und bedingen in erster Linie eine Absturzgefahr. Daneben gibt es im kammnahen, extremen Steilgelände in allen Expositionen vereinzelt noch ältere Triebschneeablagerungen, die bei großer Zusatzbelastung auslösbar sind.

Mit Schwerpunkt in den Allgäuer Alpen sind auf glattem Untergrund dort, wo in der Schneedecke bereits Risse und Gleitschneemäuler auftreten, vereinzelt spontane Bodenlawinen möglich.

Schneedecke:
Im Bayerischen Alpenraum ist die Schneedecke dort, wo sie nicht windbeeinflusst ist, oberflächlich aufbauend umgewandelt und locker, darunter allgemein gut gesetzt und verfestigt. Starker Wind aus Ost bis Südost führte in höheren Lagen zu neuen, meist kleineren Triebschneeansammlungen, die jedoch sehr störanfällig sind. Auf dem aufgebaut umgewandelten Schnee an der Altschneeoberfläche, der sonnseitig von Bruchharsch abgedeckt wird, dem lockeren, kalten Neuschnee und Oberflächenreif findet der verfrachtete Schnee keine Bindung. Bis in mittlere Lagen ist die Schneedecke trotz der starken Abkühlung bodennah noch feucht, was ein Gleiten der Schneedecke hervorrufen kann.

Hinweise und Tendenz:
Heute ist es sonnig und kalt, in den Hochlagen gibt es kräftige Böen. Die Temperaturen liegen tagsüber in 2000m bei -11 Grad. In der Nacht zum Dienstag wird Schneefall erwartet. Die Lawinensituation in höheren Lagen wird angespannt bleiben.


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

06.02.12 - 12.02.12
06.02.2012 Stufe 2 07.02.2012 Stufe 2 08.02.2012 Stufe 3 09.02.2012 Stufe 3 10.02.2012 Stufe 3 11.02.2012 Stufe 3 12.02.2012 Stufe 3
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