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Lawinenlagebericht für den bayerischen Alpenraum
Freitag, 03.02.2012, 07:30 Uhr
Kleinräumig störanfällige Einwehungen in den Hochlagen. Ansonsten ist die Schneedecke in sich gut verfestigte und stabil. In tiefen und mittleren Lagen sind allerdings Selbstauslösungen von Lawinen, die auf dem Boden abgleiten, nicht auszuschließen.
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Chiemgauer
Alpen
Berchtesgadener
Alpen
 
Hochlagen
störanfällige Einwehungen
tiefe und mittlere Lagen
Gleitschneelawinen möglich
  

Gefahrenstellen vorwiegend in den Hangrichtungen ...

Beurteilung der Lawinengefahr:
Es besteht in den Hochlagen der Berchtesgadener Alpen und in den Werdenfelser Alpen sowie verbreitet in den tiefen und mittleren Lagen mäßige, ansonsten geringe Lawinengefahr.

Vereinzelte Gefahrenstellen gibt es in den Hochlagen in frisch eingewehten, kammnahen, vorwiegend nord über west bis südwestgerichteten Steilhängen. Die Einwehungen sind nur kleinräumig anzutreffen aber leicht auszulösen und bedingen in erster Linie eine Absturzgefahr. Daneben bleiben im extremen Steilgelände, nord über ost bis südostseitig, ältere Triebschneeablagerungen zu beachten, die bei großer Zusatzbelastung zu Schneebrettlawinen führen können.

Die Gefahr der Selbstauslösung von Lawinen ist allgemein gering. Auf glattem Untergrund ist jedoch nicht auszuschließen, dass vereinzelt Lawinen spontan am Boden abgleiten. Solche sog. Gleitschneelawinen sind unabhängig von Hangrichtung und Tageszeit vor allem dort möglich, wo sich in der Schneedecke bereits Risse und Gleitschneemäuler zeigen. Auf Grund der Schneemächtigkeiten können die Gleitschneelawinen vereinzelt auch größere Ausmaße annehmen.

Schneedecke:
Im bayerischen Alpenraum fielen gestern stellenweise wenige Zentimeter Neuschnee. Insgesamt hat sich die Schneedecke gut gesetzt und verfestigt. Zu beachten sind allerdings kleinräumige frische Einwehungen in den Berchtesgadener Alpen und in den Werdenfelser Alpen, die wenig Bindung zur Unterlage aufweisen. Die Schneeoberfläche beginnt sich oberflächennah zunehmend aufbauend umzuwandeln. Trotz der tiefen Lufttemperaturen ist die Schneedecke in tiefen und mittleren Lagen dort, wo viel Schnee liegt, bodennah noch feucht. Dadurch kann sie sich vor allem auf glatten Wiesenhängen weiterhin hangabwärts bewegen. Dabei ist nicht auszuschließen, dass die langsame Gleitbewegung plötzlich in eine Bodenlawine (sog. Gleitschneelawine) übergeht. Ob und wann dies geschieht ist nicht vorhersehbar.

Hinweise und Tendenz:
Heute herrscht kaltes Winterwetter, bei Temperaturen in 2000m um -18 Grad. In den nächsten Tagen soll es noch kälter werden . Eine Änderung der Lawinenlage ist nicht zu erwarten.

  Europäische Gefahrenstufen:

   gering mäßig erheblich groß sehr groß


7-Tages-Rückblick
(höchste regionale Stufe)

29.01.12 - 04.02.12
29.01.2012 Stufe 2 30.01.2012 Stufe 2 31.01.2012 Stufe 2 01.02.2012 Stufe 2 02.02.2012 Stufe 2 03.02.2012 Stufe 2 04.02.2012
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