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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Die zurückliegende Berichtswoche begann mit einem freundlichen, aber recht frischen Freitag, bevor es in der Nacht zum Samstag eintrübte und kalter Nordwind die Temperatur noch weiter sinken ließ. Am Samstagnachmittag begann es dann unergiebig und in Schauern zu schneien. Dieses Aprilwetter hielt bis Montag an und brachte nochmals einen Hauch von Winter mit verschneiten Bäumen oberhalb von etwa 800 m. Bereits in der Nacht zum Dienstag verzogen sich die Wolken und auf einen frostigen Morgen folgte ein strahlend schöner Tag. Sehr unfreundlich gestaltete sich der Mittwoch, aus einer geschlossenen Wolkendecke gab es immer wieder Niederschlag, oberhalb von 800 m schneite es zum Teil recht ergiebig. Der heutige Donnerstag war niederschlagsfrei mit längeren sonnigen Abschnitten am Vormittag. Der Wind aus vorwiegen nördlichen Richtungen wehte meist schwach.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Besonders der Neuschneezuwachs vom gestrigen Mittwoch hat die Tourenbedingungen in den Hochlagen nochmals deutlich verbessert. Dort liegen zum Teil 30 cm Neuschnee, der ohne nennenswerte Windeinwirkung gefallen und zurzeit noch meist pulvrig ist. Die fortgeschrittene Jahreszeit wandelt diesen jedoch sehr rasch um. In Lagen unterhalb von etwa 1600 m ist die Schneedecke meist pappig und dann bis zum Boden sulzig. Nordseitig sind Abfahrten teilweise noch bis etwa 1300 m möglich, südseitig liegt unterhalb von etwa 1500m kaum noch Schnee. Wer lange Tragestrecken nicht scheut oder sein Mountainbike zu Hilfe nimmt, der findet in den Berchtesgadener Bergen noch sicherlich bis in den Mai hinein Möglichkeiten für Skitouren.
Schneedeckenaufbau:
Die Frühjahrsverhältnisse haben die Schneedecke bis in die Hochlagen hinauf geprägt. Bis in mittlere Lagen ist die Altschneedecke fast überall sulzig und sehr feucht, Zwischenschichten haben sich weitgehend aufgelöst. Darauf liegt zurzeit meist pappiger Neuschnee, der gut mit dem Altschnee verbunden ist. Weiter oben wird die gut gesetzte und oft nur schwach feuchte Altschneedecke von einem meist tragfähigem Harschdeckel zum Neuschnee hin abgeschlossen. Dieser Neuschnee ist oft graupeldurchsetzt und zurzeit noch meist pulvrig. Er fiel mit wenig Windeinwirkung und ist gut mit der Altschneedecke verbunden. Blocktests zeigten keine Schwachschichten mehr auf, glatte Brüche waren nicht zu erzeugen.
Die Skitourensaison geht dem Ende zu und mit diesem letzten Bericht möchten wir uns für diesen Winter verabschieden. Wir bedanken uns bei unseren Lesern für das Interesse und für die vielen Hinweise und Beobachtungen. Diese konnten gut in unseren Berichten verwendet werden und haben uns die Arbeit oft erleichtert.
Lorenz Köppl, Helmut Rieser
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