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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Eine wechselhafte und eher kühle Witterungsperiode liegt hinter uns. Nach den Neuschneefällen über Ostern stellte sich zunächst eine Hochdruckwetterlage ein. Vom Samstag, den 10.4 bis zum Dienstag, den 13.4.2010 war das Wetter überwiegend bedeckt, besonders in den Morgenstunden um am Vormittag zeigte sich die Sonne. Abends gab es häufig leichte Schneeschauer bis in die Tallagen. Der Mittwoch war überwiegend trüb und regnerisch. Die Schneefallgrenze stieg auf rund 1200 m. Die Neuschneemengen bleiben jedoch gering. Der Donnerstag zeigte sich überwiegend bedeckt, aber niederschlagsfrei. Der heutige Freitag, 16.4.2010 beginnt mit wolkenlosem Himmel und kräftigem Frost.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
In den Allgäuer Alpen herrschen gute Bedingungen für Frühjahrsskitouren. Die Zeit der Ski- und Biketouren hat begonnen. Die für den öffentlichen KFZ Verkehr gesperrten Straßen ins Hintersteiner Tal und in die Oberstdorfer Täler sind meist trocken und schneefrei und lassen sich gut mit den Fahrrad zurücklegen. Die wenigen cm Neuschnee haben sich rasch mit der gut gesetzten Altschneedecke verbunden. Nach klaren Nächten stellen sich gute Firnbedingungen ein.
Auch für die sehr anspruchsvollen Skitouren im Allgäuer Hauptkamm sind die Bedingungen gut.
In folgenden Regionen kann man noch Skitouren ohne, oder mit geringem Ski tragen unternehmen:
Oberjoch/Unterjoch /Schattwald (nordseitig)
Giebelhaus
Oytal
Riedbergpass/Balderschwang
Gunzesriedertal, nordseitig (mit Abstrichen)
Auch in den ostseitigen Schläuchen der Nagelfluhkette findet man noch ausreichend Schnee, vorausgesetzt man ist bereit, die Ski dorthin ein Stück zu tragen.
Aktuelle Schneehöhen: Bad Hindelang, (800 m) aper; Giebelhaus (1066 m) Schneereste, Mahdtalhaus – Kleinwalsertal (1050 m) aper; Nebelhorn-Messfeld (2060 m.) 200 cm.
Schneedeckenaufbau:
In tiefen Lagen ist die Schneedecke verschwunden. Ansonsten besteht die Schneedecke im Allgäu überwiegend aus Schmelzformen und ist leicht, bis mäßig durchfeuchtet. Oberhalb von rund 2000 m findet man an schneereichen Stellen unter der Oberfläche aus Schmelzformen noch den typischen Aufbau des vergangenen Winters.
Markant ist, wie in vielen Schneeprofilen aus dieser Saison ersichtlich, der Sockel aus kantigen Alt- und Schwimmschnee. Wenn die Durchfeuchtung von oben diese Schicht erreicht, stellt diese noch eine ernst zu nehmende Schwachschicht dar.
Kristian Rath
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