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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Über Ostern hat der Winter nochmals einen Versuch unternommen, jedoch so schnell wie er kam, ist er auch wieder gegangen. Am Ostersonntag und Ostermontag hat es fast durchgängig und zum Teil kräftig geschneit. Am Ostermontag lag die Schneefallgrenze bei 900m. Der Schneefall wurde begleitet von mäßigem Wind aus Nordwest. Am Dienstag und Mittwoch war es wolkenlos und windstill. Am Mittwoch stieg die Temperatur im Tagesverlauf in 1800 m auf +10°C an. Am Donnerstag war es anfangs ebenfalls wolkenlos, dann zogen hohe dünne Schichtwolken und einzelne Quellwolken auf. Es weht ein mäßiger Wind aus Nordost und die Frostgrenze lag bei 2700 m. Heute Früh, am Freitag den 09.04.2010, ist es wolkenlos, es weht ein schwacher Wind aus Nordost und die Frostgrenze liegt bei 2000 m.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Zwar hat es nochmals weit herunter geschneit, jedoch mit den frühlingshaften Temperaturen seit Dienstag ist der Neuschnee in den tieferen und mittleren Lagen wieder komplett verschwunden. In den Hochlagen gab es bis zu 50 cm Neuschnee, aber auch dort ist der Neuschnee sonnseitig wieder kräftig geschwunden. Die Schneegrenze liegt sonnseitig bei 1700 m, bis auf 2000 m apert es großflächig aus und schattseitig bei 1300 m. Schattseitig liegen in den mittleren Lagen noch bis zu 50 cm und in den Hochlagen um 250 cm Schnee. Durch die milden Temperaturen und die Sonneneinstrahlung kam es bis in die Hochlagen hinein zu einigen Lockerschneelawinen. Skitouren beschränken sich auf die Hochlagen.
Schneedeckenaufbau:
Die Schneedecke besteht bis weit in die Hochlagen hinein aus nassen Schmelzformen unterschiedlicher Härte und Korngröße. In den letzten Nächten hat sich an der Schneeoberfläche ein tragfähiger Harsch gebildet, der jedoch schon am späten Vormittag seine Tragfähigkeit wieder verlor. Bei Blocktests konnte kein glatter Bruch erzeugt werden.
Jürgen Stoll, Marion Becker
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