|
Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Nach einem ungewöhnlich trockenen und sonnigen Spätherbst kündigte sich Anfang Dezember eine langsame Wetterumstellung an. Nennenswerte Niederschläge gab es aber erst am Nikolaustag, die erstmals in Form von Schnee bis ins Tal fielen. In Folge brachte die markante Westwetterlage einen raschen Wechsel von Kalt- und Warmfronten, Schnee- und Regenschauern und teils lebhaftem Wind. Dazwischen gab es immer wieder föhnig-milde Aufheiterungen. Heute Donnerstag war es anfangs bedeckt und noch trocken, ab Mittag setzte leichter Schneefall, in Tallagen Regen ein.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Skitouren sind bis zum heutigen Tag in den Berchtesgadener Bergen aufgrund der dürftigen Schneelage nicht möglich. Lagen unterhalb von 800 m sind durchwegs schneefrei, aber auch in mittleren Lagen finden sich oft nur wenige Zentimeter auf blankem Boden. Nur in einigen eingewehten Rinnen und Mulden oder auf steinfreien Wiesenhängen sind manchmal ein paar Schwünge möglich. Die Hochlagen sind durch die stürmischen Winde weitgehend abgeblasen, hier liegt nur in leeseitigen Rinnen etwas Schnee. Die zum Wochenende angekündigten Schneefälle lassen auf etwas Verbesserung hoffen.
Schneedeckenaufbau:
Die dünne Schneedecke ist bis in höhere Lagen bodennah feucht und aufgebaut. Zur Oberfläche hin folgen abgebaute und zunehmend trockene Bereiche, die oftmals nahezu schichtenlos sind. Die wenigen Zentimeter Neuschnee der vergangenen Stunden sind trocken und pulvrig. Südseitig liegt er oft auf einem brüchigen Schmelzharschdeckel.
Lorenz Köppl / Helmut Rieser
|