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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Der Beginn der Berichtswoche war noch trüb mit ein paar unergiebigen Schneeschauern. Pünktlich zum Wochenende stellte sich aber sehr freundliches, am Sonntag sogar nahezu wolkenloses Wetter ein. Es gab kaum Wind, die Temperaturen waren aber durchwegs im Minusbereich. Der Eintrübung am Sonntag Abend folgten drei Tage mit anhaltenden und auch ergiebigen Schneefällen. In den Hochlagen waren diese teilweise von mäßigem Wind aus nordwestlichen Richtungen begleitet. Die Sonne zeigte sich nicht, erst heute Donnerstag hörten die Niederschläge auf, die Berge sind jedoch weiterhin in dichten Nebel und Wolken gehüllt. Seit gestern stiegen die Temperaturen etwas an und überschritten in Talnähe die Nullgradgrenze.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Die Summe der Neuschneemengen dürfte in den Berchtesgadener Bergen etwa 1 m betragen. Berücksichtigt man die Setzung der Schneedecke, so ist diese seit letzter Woche um etwa 60 cm angewachsen. Die Bedingungen für Skitouren haben sich erstmals in diesem Winter entscheidend verbessert. Alle Talabfahrten sind problemlos möglich, auch dichtere Waldbereiche können befahren werden. Durch die angestiegenen Temperaturen hat sich der Schnee unterhalb von etwa 1200m soweit gesetzt, dass auch hier Bodenkontakt eher selten ist. In höheren Lagen liegt durchwegs lockerer Pulverschnee in ausreichender Menge. Die meisten Bodenrauigkeiten sind hinreichend bedeckt.
Schneedeckenaufbau:
Die kompakte Altschneedecke besteht nach wie vor aus mehreren Harschschichten, zwischen denen sich aufbauend umgewandelte Kristallformen finden, die in Richtung Boden je nach Höhenlage immer feuchter werden. Die Oberfläche des Altschnees ist meist tragfähig verharscht, die Verbindung zum darauf liegenden Neuschnee ist recht gut. In Bereichen mit wenig Windeinfluss ist das Neuschneepaket von etwa 60 cm nahezu schichtungslos und nimmt an Festigkeit in Richtung Altschnee gleichmäßig zu. Schwachschichten konnten in diesen Bereichen keine ausgemacht werden. In höheren, windexponierten Lagen sind aber Verfrachtungen entstanden. Meist wurde der lockere und kalte Neuschnee überweht und erneut eingeschneit. Die so entstandene Schwachschicht konnte bei Blocktests leicht gestört werden und ergab glatte Brüche.
Lorenz Köppl / Helmut Rieser
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