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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Wir blicken auf eine warme, sonnige und tagsüber ungewöhnlich milde Berichtswoche zurück. Vom Freitag weg war das Wochenende strahlend schön, lediglich am Montag zog vormittags stärkere Bewölkung durch. Die Berge waren eingehüllt und es fielen einzelne Regentropfen. Am Dienstag brachte ein Hochdruckgebiet über Spanien sehr trockene Luft und damit weitgehend wolkenloses Wetter, das bis heute anhält. Bei auflebendem Südwind bildet sich zunehmend eine kräftige Föhnlage aus, am Alpenhauptkamm stauen sich bereits von Süden die Wolken. Die Temperaturen waren im gesamten Berichtszeitraum bis in die Hochlagen hinauf im Plusbereich, in den Tälern wurde sogar manchmal die 20°- Marke erreicht.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Das warme, sonnige Wetter und die fehlenden Nachtfröste haben die Ausaperung in allen Expositionen stark vorangetrieben. Talabfahrten sind nicht mehr möglich, dichtere Waldbereiche sind vor allem sonnseitig weitgehend aper. Ab den mittleren Lagen gibt es noch ausreichend Schnee, es herrschen typischen Frühjahrsverhältnisse. Die Schneedecke weist fast überall einen meist tragfähigen Harschdeckel auf, der je nach Tageszeit und Exposition auffirnt, und somit für eine kurze Zeit höchsten Skigenuss bietet. Ausserhalb dieses Zeitfensters ist es zuerst knochenhart und dort, wo alte Spuren sind, sehr ruppig zu fahren. Wer zu spät abfährt, bricht durch den rasch aufweichenden Harschdeckel in den darunter liegenden tiefen Sulzschnee ein. In Waldbereichen fehlt aufgrund der schwächeren Abstrahlung der Harschdeckel weitgehend, hier ist die Schneedecke bis zum Boden durchfeuchtet.
Schneedeckenaufbau:
Für das Frühjahr typisch bestimmte in dieser Woche die Temperatur im Tagesgang die Verhältnisse in der Schneedecke. Erwärmung und nächtliche Abstrahlung bildeten den fast überall zu findenden meist tragfähigen bis 15 cm starken Harschdeckel. Unter diesem liegt je nach Schneehöhe ein ausgeprägtes und bindungsarmes Sulzschneepaket auf einer gut verfestigten und meist nur schwach feuchten Altschneedecke. Mit zunehmender Tageserwärmung und damit verbundener Aufweichung des Harsches nimmt die Gefahr von Nassschneelawinen in allen Expositionen schnell zu. Diese erreichten auch größere Ausmaße und gingen besonders auf glattem Untergrund auch am Boden ab. Entsprechende Tourenplanung ist deshalb zu empfehlen. Die jetzigen Schneeverhältnisse in Bezug auf Schneehöhe und Ausaperung entsprechen den Bedingungen, die in vergangenen Wintern üblicherweise ein Monat später vorherrschten.
Lorenz Köppl / Helmut Rieser
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