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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Nach einem milden und sonnigen Jahresbeginn erreichte eine Kaltfront mit kräfigem Nordwestwind die Berchtesgadener Berge. Sie brachte etwas von dem seit langem erwarteten Neuschnee. In der Folge stellte sich sehr kaltes, aber sonniges und meist recht windschwaches Winterwetter ein. Die Temperaturen sanken nachts häufig bis unter -15°. In der Nacht zum heutigen Donnerstag schwächte die geschlossene Bewölkung den Frost deutlich ab. Es fielen bis zum Morgen etwa 5 cm Neuschnee bei sehr wenig Wind. Im Laufe des Vormittags lockerte die Bewölkung wieder auf und es wurde recht sonnig.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Die Schneefälle zu Jahresbeginn brachten am Berg bis zu 20 cm und im Tal nur etwa 5 cm Schneezuwachs. Die Bedingungen für Skitouren haben sich nur unwesentlich verbessert. In tieferen Lagen bis etwa 1200 m liegt lockerer Pulverschnee auf meist blankem Boden, weiter oben findet man in windgeschützten Lagen bei vorhandener Altschneedecke mancherorts recht annehmbare Bedingungen für einige genussvolle Schwünge. In den Hochlagen hat der kräftige Wind ganze Arbeit geleistet. Kämme und Grate sind abgeweht, ausreichend Schnee findet man nur in wenigen, eingewehten Mulden. Talabfahrten sind weiterhin nur auf beschneiten Pisten möglich.
Schneedeckenaufbau:
Für die Jahrszeit ist die Schneedecke immer noch sehr dürftig. Besonders in schattseitigen Hochlagen begünstigten die tiefen Temperaturen die aufbauende Umwandlung der Altschneedecke. So findet man unter einem meist tragfähigem Harschdeckel oft schon recht große Becherkristalle. Auf dem Harsch liegt meist lockerer Pulverschnee, die Bindung zum Altschnee ist sehr unterschiedlich. Die Niederschläge in der Nacht zum zweiten Januar fielen anfangs kurzzeitig als Regen bis in höhere Lagen. Dadurch entstand eine brüchige Eislamelle, auf die dann der Pulverschnee fiel, der teilweise windgebunden ist.
Lorenz Köppl
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