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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
In der Nacht zum 02. Januar wurde es auch im Chiemgau wieder etwas Winter. Es schneite bei mäßigem Wind aus nordwestlicher Richtung bis in die Täler herab und brachte zwischen 20 und 30 cm lockeren Neuschnee. Mit bis zu -12° sank die Temperatur wieder auf tiefwinterliches Niveau. Sonnig oder leicht bewölkt und ohne nennenswerten Niederschlag verliefen dann die nächsten Tage, das Thermometer blieb weiterhin auch tagsüber deutlich unter dem Gefrierpunkt.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Die allgemeine Schneelage im Chiemgau ist nach wie vor nicht zufriedenstellend. Der zuletzt gefallene Neuschnee war pulvrig locker und überdeckte in tiefen und mittleren Lagen sowie sonnseitig bis in Gipfellagen hinauf lediglich einen zumeist aperen Boden. Nur in schattseitigen Hängen oberhalb von ~1300 m fiel er auf eine dünne Altschneeunterlage und nur in diesen Bereichen konnte man einige kurze Pulverschneeabfahrten absolvieren. In allen anderen Hangrichtungen und in den abgeblasenen Gipfelregionen muss man ständig mit Bodenkontakt rechnen. Talabfahrten sind entweder nur auf künstlich beschneiten Flächen oder in höhere, schattige Tallagen wie z.B. Seegatterl möglich.
Schneedeckenaufbau:
Es gibt derzeit immer noch keine einheitliche Schneedecke. Lediglich oberhalb von ~1000 m kann man von einer Schneedecke sprechen. Sie ist in den höheren Lagen allgemein stabil und der Neuschnee meist noch pulvrig. Auf der Oberfläche hat sich nach den kalten Nächten eine bis zu 2 cm dicke Oberflächenreifschicht gebildet, die nach den angekündigten Neuschneefällen beachtet werden sollte. Außer einer unterschiedlich ausgeprägten Schicht aus kantigen, aufgebauten Kristallen in Bodennähe sind derzeit kaum nennenswerte Schwachschichten vorhanden.
Thomas Färbinger / Holger Malchereck
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