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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Der Frühling hat mit aller Macht in den Berchtesgadener Bergen Einzug gehalten. Die gesamte Berichtswoche war niederschlagsfrei und ungewöhnlich mild. Im Tal wurden häufig mehr als 20° Tagestemperatur erreicht, es gab kaum Nachtfröste. Auch in den Hochlagen stiegen die Temperaturen tagsüber deutlich in den Plusbereich. Meist war es nahezu wolkenlos, nur am Nachmittag bildeten sich manchmal einige Quellwolken. Der Wind war meist nur schwach und kam überwiegend aus südlichen Richtungen.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Es herrschen typische Frühjahrsverhältnisse. Die Talabfahrten apern schon zunehmend aus, unterhalb von etwa 1000m müssen die Skier schon meist getragen werden. In den Morgenstunden findet man oberhalb von etwa 1400m einen meist tragfähigen Harschdeckel, der je nach Sonneneinstrahlung oft schnell aufweicht. Überwiegend sind Firnverhältnisse anzutreffen, allerdings muss besonders in höher gelegenen Schattenlagen oft mit Bruchharsch gerechnet werden. Alte, gefrorene Spuren und kleine Nassschneerutsche machen das Fahren in diesen Bereichen oft sehr unangenehm.
Schneedeckenaufbau:
Die gesamte Schneedecke ist mittlerweile sehr gut gesetzt und in sich verfestigt, nennenswerte Schwachschichten konnten keine mehr ausgemacht werden. Zu beachten ist der Festigkeitsverlust der Schneedecke je nach Sonneneinstrahlung und Tageszeit. In den zurückliegenden Tagen konnten mehrere Nassschneelawinen beobachtet werden, die oft größere Ausmaße hatten und teilweise die gesamte Schneedecke bis zum Boden mitrissen. Um dieser Gefahr aus dem Weg zu gehen, empfiehlt sich ein frühzeitiger Aufbruch zur Skitour.
Lorenz Köppl / Helmut Rieser
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