|
Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Die zurückliegende Berichtswoche war die bisher niederschlagsreichste in diesem Winter. Das anfangs noch föhnig aufgeheiterte Wetter ging am vergangenen Sonntag mit zuerst Regen und später Schneefall zu ende. Der Montag war mit Zwischenhocheinfluß nochmals freundlich, ein kräftiger Weststurm in den Hochlagen kündigte jedoch bereits den Wetterumschwung an. Die später auf Nordwest drehende Strömung brachte kurzzeitig Regen bis etwa zur Waldgrenze, bald begann es jedoch bis in die Täler hinab zu schneien. Die Temperaturen liegen seither durchwegs im frostigen Bereich, der teilweise von kräftigem Wind begleitete Schneefall hält mit kurzen Unterbrechungen bis heute an.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Der gefallene Neuschnee hat die Tourenbedingungen in allen Höhenlagen entscheidend verbessert. Alle Talabfahrten in den Berchtesgadener Bergen sind uneingeschränkt möglich. Der Schneezuwachs betrug in der letzten Woche etwa 30 cm im Talbereich und deutlich mehr als einen halben Meter in höheren Lagen. Die teils kräftigen Schneefälle halten noch an.
Bedingt durch die tiefen Temperaturen ist der Schnee überall pulverig, in freien Lagen jedoch häufig windverfrachtet.
Schneedeckenaufbau:
Die Altschneedecke ist nach wie vor stark aufbauend umgewandelt. Ihre Oberfläche ist sehr unterschiedlich beschaffen. Man findet Windharsch, Schmelzharsch und sehr lockere Bereiche oft auf engstem Raum. Das Neuschneepaket ist etwa bis zur Waldgrenze relativ gut mit dem Altschnee verbunden, mit zunehmender Höhenlage wird diese Bindung aber schwächer. Auch innerhalb des Neuschnees finden sich einige Schwachschichten, die bei Blocktests leicht zu lösen waren. Zudem sind in vielen Bereichen besonders oberhalb der Waldgrenze zahlreiche und auch großflächige Triebschneeansammlungen entstanden.
Lorenz Köppl / Helmut Rieser
|