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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Der Chiemgau blieb in der ersten Januarwoche bei kaltem Winterwetter niederschlagsfrei - also kein Neuschnee! Ein etwas ungewöhnlicher Eisregen ging zwar am Samstag nieder, brachte aber außer rutschigen Straßen in den Tälern keine Veränderung auf den Bergen. Mit arktischer Kaltluft bewegte sich das Thermometer fast die ganze Woche um -10° herum. Der Wind kam aus unterschiedlichen Richtungen, spielte aber keine wesentliche Rolle.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Im Vergleich zur Vorwoche hat sich an der allgemeinen Schneelage nichts geändert, d.h. in den Tallagen des Chiemgaus ist es derzeit mit ca. 5 cm Neuschnee nur angezuckert. Ausnahme bilden die Täler um Reit im Winkl/Seegatterl und Sachrang - dort gibt es eine ca. 10-30cm dicke Schneedecke. Erst ab ca. 600 m beginnt schattseitig eine dünne Schneedecke und erreicht in den Gipfellagen etwa 60 - 100 cm. Sonnseitig beginnt eine Schneedecke erst ab ca. 900 - 1000 m, Talabfahrten sind daher meist nur bedingt möglich. Man findet bis auf die Gipfellagen hinauf in allen Hangrichtungen eine feste, tragfähige Altschneedecke vor, die lediglich mit einer ca. 5 - 15 cm dicken, pulvrigen Neuschnee- oder Oberflächenreifschicht bedeckt ist.
Aktuelle Schneehöhen:
Wuhrsteinalm 1100 m (Geigelsteingebiet): 30 - 40 cm
Winklmoosalm 1100 m: ~ 50 cm
Schneedeckenaufbau:
Der Altschnee ist in allen Höhen und Hangrichtungen zu einer ca. 10 - 20 cm dicken, harten Harschschicht geworden. Darunter hat wegen des hohen Temperaturgefälles zwischen Schneeoberfläche und Boden bereits eine kräftige Aufbauende Umwandlung eingesetzt, so dass gebietsweise bis zu 5 cm dicke Schwimmschneeschichten entstanden sind. Trotzdem ist der Schneedeckenaufbau wegen der dicken und harten Harschschicht an der Oberfläche sehr stabil und kompakt. In vielen schattseitigen Hängen hat sich in den kalten Nächten auf der Schneeoberfläche Raureif gebildet.
Thomas Färbinger / Achim Tegethoff
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