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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Ein Sturmtief streifte vergangenen Sonntag (27.01.) den Ostalpenraum. Auch die Chiemgauer Alpen bekamen davon etwas ab, allerdings in abgeschwächter Form. Der Wind fegte trotzdem mit Spitzen bis zu 117 km/h über die Gipfel und es schneite und regnete dabei leicht. Oberhalb von ca. 1400 m fielen dabei maximal 10 cm Neuschnee, der allerdings vom Sturm völlig verweht wurde. Während der Nacht beruhigte sich das Wetter schnell wieder und ein Hochdruckgebiet bescherte bis Mittwoch frühlingshaftes Wetter mit Sonnenschein und milden Temperaturen. Die Nullgradgrenze stieg tagsüber wieder auf über 2000 m an, allerdings konnte bei klarem Himmel die Schneeoberfläche nachts gefrieren. In der Nacht auf Donnerstag fielen mit einer kleinen Kaltfront 5 - 10 cm Neuschnee ohne nennenswerten Windeinfluß.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Der Sturm am Sonntag und die milden Temperaturen haben der Schneedecke im Chiemgau nochmals zugesetzt. Mit Ausnahme der schneereichen Region um Reit im Winkl/Seegatterl hat sich die geschlossene Schneedecke auf ca. 1000m hinauf zurückgezogen, in südseitigen Lagen und in Waldzonen auch noch 200 - 300 Hm weiter hinauf. Talabfahrten sind grundsätzlich nicht mehr möglich. Lediglich in rein schattigen Lagen, wo die Schneedecke pistenähnlich eingefahren wurde, kann man mit etwas Glück noch bis ca. 800 m hinab abfahren. Die Schneedecke ist sonnseitig tragfähig - in Nord- und Osthängen muss man gelegentlich mit Bruchharsch rechnen.
Schneedeckenaufbau:
Die Schneedecke hat trotz einiger eingelagerter Schwimmschneeschichten nach wie vor ein stabiles Altschneefundament. Über dem Altschnee lagert eine gut gesetzte, kräftige Schicht aus abgebauten Schneekristallen. Diese Schicht schließt mit einem kräftigen Harschdeckel ab, unter dem sich auf ca. 1 - 5 cm kantig aufgebauter Schwimmschnee gebildet hat. Die Neuschneeschicht der Vorwoche hat durch die warmen Temperaturen inzwischen auch einen tragfähigen Harschdeckel bekommen, so dass die Graupelschicht darunter keine echte Schwachschicht mehr darstellt. Die 5 - 10 cm Neuschnee vom Donnerstag haben sich mit dem Harschdeckel gut verbunden.
Thomas Färbinger
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