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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Am letzten Sonntag (21.01.07) ging die warme Witterungsperiode vorerst zu Ende. In der meist klaren Nacht auf Montag gab es verbreitet leichten Bodenfrost, die Nullgradgrenze lag tagsüber bei etwa 1400 m. Am Dienstag und Mittwoch folgten dann leichte Schneefälle bis in die Täler hinab. Die Temperaturen fielen stark ab, das Thermometer erreichte in den Bergen auch tagsüber nur noch -10°, in der Nacht auf Donnerstag lag die Oberflächentemperatur der Schneedecke sogar bei eisigen -20°. Der Wind blies mäßig, in exponierten Lagen auch stark aus nordwestlicher Richtung.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Die Neuschneefälle vom Dienstag und Mittwoch fielen im Chiemgau nur gering aus. In den Gipfellagen kamen maximal 15 - 20 cm lockerer Neuschnee zusammen, in den Tälern wurde es nur „weiß“ bei max. 5 cm. Skitouren sind nach wie vor nicht empfehlenswert, die Möglichkeiten beschränken sich – wenn überhaupt - ausschließlich auf flache Almwiesen. Ohne Altschneeunterlage fällt man bis zum Boden durch.
Schneedeckenaufbau:
Der lockere Neuschnee liegt lose auf dem vorher aperen Boden auf. Unterhalb von ca. 1200 m hat die Bodenwärme die bodennahe Schicht etwa ½ cm leicht angewärmt, in höheren Lagen ist der Untergrund weitgehend gefroren. Innerhalb des Neuschneepaketes hat sich eine dünne Schwachschicht aus leicht kantig aufgebauten Kristallen gebildet. Darüber liegt allerdings ein sehr lockerer Wild- bis Pulverschnee. In den vereinzelten schattseitigen Gipfellagen, wo noch Altschneereste vorhanden waren, hat das Neuschneepaket eine schlechte Verbindung zum Altschnee.
Thomas Färbinger
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