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Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Am Neujahrswochenende regnete es zunächst mit mittlerer Intensität bis in eine Höhe von ca. 1400 - 1500 m hinauf. Im Laufe des Montags fiel die Schneefallgrenze dann rasch bis in die Täler ab und es schneite sehr ergiebig. Eine SO-Lage brachte dann bis zum Mittwoch einen Neuschneezuwachs von örtlich bis zu 60 cm. Erst am Donnerstag schien wieder die Sonne, es blieb jedoch kalt. Der Wind blies während der gesamten Schneefallperiode nur mäßig aus überwiegend nordöstlicher Richtung.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Der Chiemgau hat derzeit so viel Schnee wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Schon in den Tälern und Ortschaften erreicht die Schneedecke Höhen von 30 - 90 cm, in den Bergen muss man zwischen 1 und 2 Metern graben, um den Boden zu erreichen. Der Neuschnee der letzten Tage ist im Mittel ca. 50 cm tief und in allen Hangrichtungen noch pulvrig. Lediglich in kammnahen Zonen hat sich oberflächlich eine dünne, windgepresste Schicht gebildet.
Schneedeckenaufbau:
Der Neuschnee der letzten Tage hat sich auch im Chiemgau schon in einem zufriedenstellenden Maß gesetzt. Die oberen 20 - 30 cm sind ganz lockerer Pulver, darunter der schon mehr gesetzte und daher etwas festere Neuschnee. Das gesamte Neuschneepaket liegt auf einer dünnen Harschschicht auf. Über dieser Harschschicht wurde eine dünne Schicht Oberflächenreif eingeschneit, die inzwischen stark zusammengedrückt wurde und verbunden mit Abbauprozessen eine brauchbare Verbindung zur Altschneedecke aufweist. Das Fundament der Schneedecke ist im allgemeinen kompakt. Lediglich am Boden findet man nach wie vor durch die Bodenwärme eine angetaute, schmierige Schneeschicht, die in tieferen Lagen stärker und in höherer Lagen weniger ausgeprägt ist.
Thomas Färbinger
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