|
Wetterentwicklung in den zurückliegenden Tagen:
Ein Zwischenhoch brachte Freitag und Samstag heitere kalte Wintertage. Von Sonntag bis Mittwoch war es bewölkt mit zunehmend stärker werdenden Schneefällen und auffrischenden Nordwestwind. Am Donnerstag setzte sich entgegen den Wettervorhersagen der starke Schneefall fort. Allein in der vergangenen Nacht fielen schon im Tal 40cm.
Die Temperaturen blieben im Minusbereich.
Schneelage, Schneedeckensituation allgemein:
Die Niederschläge der vergangenen Tage brachten einen Neuschneezuwachs bis zu 90cm. Die Schneedecke wuchs auch in mittleren Lagen auf über 2m.
Der kräftige Nordwestwind lagerte in den Expositionen Nord bis Süd und in Mulden und Rinnen Triebschnee ab, der mit der Altschneedecke noch keine ausreichende Bindung einging.
Der lockere Pulverschnee begünstigt Einsinktiefen die auch Schwachschichten bis zur Altschneedecke stören können.
Heut wurde die Gefahrenstufe 4 ausgegeben.
Schneedeckenaufbau:
Der Neuschnee fiel sonnseitig auf Bruchharsch, schattseitig auf aufbauend umgewandelten Schnee. Die Bindung zur Altschneedecke ist recht störanfällig. In die Neuschneedecke sind zudem Schwachschichten eingelagert. Kurzzeitig waren auch Graupel beigemischt.Die Altschneedecke ist in sich recht stabil, am Übergang zum Neuschnee aber geprägt durch aufbauenden Umwandlung mit griesähnlichen Strukturen und eingelagerten Eislamellen.
Helmut Rieser / Lenz Köppel
|